Ein Gedicht aus den Tagen ohne Sonne, 2013

Stelle dir die Sonne vor, halb verschwendet am Mittag, und völlig gespeist danach, wo du sie doch nie siehst.
Verhangen liegt das Zelt vor mir, die grauen Arme der wechselnden Jahre halten es behutsam, beständig, mit niederdrückender Kraft.

Da ist ein Fluss, ein Fluss der weit weit weg fliest, du weißt nicht wohin dich dieser Fluss bringen wird,
du bist dir nicht sicher, das Einzige was du weisst, ist dass du bei dir sein wirst, wenn er mündet. Also ist es Zeit oder Verzweiflung die uns tränkt?

Am Ende der Straße steht ein Haus, du erkennst es und doch siehst du es nicht. Du weißt du kannst rein gehen, aber du machst es nicht. Ich gehe jeden Tag an Häusern vorbei, in die ich reingehen kann, ich überquere Straßen auf denen ich sitzen bleiben kann und treffe Menschen mit denen ich einfach reden könnte. Aber ich mache es nicht. Schlafe ich oder bin ich nur zu feige?

Wenn du am Ende nicht mehr mal siehst was du machen kannst, glaubt niemand mehr an dich.
Ich weiß dass ich nicht hierher gehöre, aber die Zeit die ich habe kann ich gestalten.

Ich bin ein kleiner Mensch, der geschüttelt wurde und von dem Schwindel noch getrieben,
bleibt in trullernder Bewegung.

Wenn ich sie unter Kontrolle hätte, könnte ich wunderbares tun,
wenn ich sie unter Kontrolle haben werde, werde ich wunderbares tun.


Kommentare:

J. hat gesagt…

"Ich weiß dass ich nicht hierher gehöre, aber die Zeit die ich habe kann ich gestalten." <3

Anonym hat gesagt…

words i can relate to