Letter # 1







Liebe Liubar, 
meine Träume sind verdreht, das kommt wieder.
Ich merke wie mir der Kopf schwer wird, meine Gedanken zu tragen ist nicht leicht. Ich weiß es kommen schwere Zeiten auf mich zu, aber ich sehe dem optimistisch entgegen. 

Neben der Kopfarbeit, die mich schon jetzt einiges an Kraft kostet, werde ich lernen und lesen.
Es gibt neue Herausforderungen, neue Hürden, ja , eigentlich ist alles neu.
Es ist kalt geworden, in den letzten drei, vier Tagen. Überall im Land schneit es schon, dagegen habe ich es hier gut. Den Tag über scheint die Sonne noch recht freundlich, aber ich verbringe die meiste Zeit in der Wohnung. Ich mag es gemütlich. Mich unter Leute zu bewegen reizt mich nicht besonders. Viele Leute sind mir über, bei vielen wird mir übel, in ihrer Gegenwart. Als würde mich ihre Anwesenheit vergiften, wie dreckiger Alkohol im Körper. Es ist, als wäre schon so viel hier, also nur die Leute in meinem Kopf. 
Es wird Zeit, dass ich mich selbst raushole. Ich traue meinen Gefühlen nicht mehr, weiß nicht was wahr ist, und was falsche Gefühle sind. Das ist am schlimmsten, weil man nicht weiß, welchem Gefühl man nachgehen soll. 
Ohne Menschen an deiner Seite, ist es so viel einfacher, die groben Fehler passieren nur dann.
Ich möchte aber auch so gerne raus in den Wald, in die Berge.
Wandern wäre schön, ohja. 
Es ist also nicht viel passiert, in der letzten Woche, was ich berichten könnte. Ich habe mein Wohnzimmer entrümpelt und gesäubert und es fühlt sich großartig an! Es ist ein gutes Gefühl so viele Schritte durch den Raum machen zu können! 
Erzähle mir von deiner Reise!

Bis hierhin, 
ich denke an dich 

1 Kommentar:

Jessica hat gesagt…

ein schöner brief. vor allem die verabschiedung